Daniela Ohms
1978 unter dem Geburtsnamen Daniela Oele in NRW geboren.
Nach ihrem Abitur studierte sie verschiedenes, darunter das Magisterstudium der Literaturwissenschaften, Psychologie und Geschichte. Ihr Studium blieb jedoch unvollendet, da sie sich zunehmend auf das Schreiben konzentrierte. Kurzgeschichten von ihr sind in Literaturzeitschriften veröffentlicht.
Seit ihrer Hochzeit 2008 trägt sie den Familiennamen Ohms. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie zwei Töchter und lebt in Berlin.
Daniela Ohms über sich selbst:
Normalerweise schreibe ich nie über mich selbst. Ich benutze weder mich noch andere als Vorbild, meine Figuren sind allesamt fiktiv. Denn ich möchte immer ehrlich mit meinen Protagonisten sein, möchte sie von allen Seiten beleuchten, bis an die Schmerzgrenze, die niemand von sich selbst preisgeben würde. Denn nur so wird eine Figur wirklich lebendig, nur so wird aus einem Namen ein Charakter, der Einfluss auf die Handlung nimmt.
Ihr wollt dennoch etwas über mich erfahren? Also ausnahmsweise: Ich bin der treue Typ. Das Schreiben habe ich mit sieben kennen gelernt und geheiratet, als ich vierzehn war. Seitdem komme ich nicht davon los. Dabei ist es gar nicht meine Eitelkeit als Autorin, die mich treibt, sondern die Geschichten, die erzählt werden wollen. Wenn ich anfange an einem Roman zu schreiben und damit die Idee, die Orte und die Figuren zum Leben erwecke, entwickelt sich eine Dynamik, die mich weiterzieht, die mich selbst zu einem zweiten Leben zwingt, neben meinem ersten. Das ist wie eine Sucht, die mich glücklich macht und von der ich mich um nichts in der Welt trennen möchte.
Sollte ich mich irgendwann doch noch in einem Roman verewigen, wäre ich wohl die Alles-oder-nichts-Figur, die notfalls unter einer Brücke lebt oder ins Gefängnis geht, nur um weiter das zu tun, was ihr so wichtig ist.
Es würde sicher eine düstere Geschichte, etwas zum Weinen und Gerührt sein, angetrieben durch eine Spur Hoffnung und kräftig gewürzt mit Fantasie. Ja, so eine Geschichte würde es wohl. Aber nicht etwa, weil ich tatsächlich so eine dunkle Figur abgebe, sondern einfach nur, weil ich so etwas am liebsten schreibe.
Welch ein Glück für mich, dass das wahre Leben weniger dramatisch ist und ich doch nur vor meinem Computer sitze - solange bis ich aufstehe, um mich um meine Familie zu kümmern. Denn eigentlich, im wahren Leben, bin ich lieber fröhlich.
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